Die 4 besten taktischen Taschenlampen für 2024

Hast du dir schon mal eine Packliste angeschaut und was nicht fehlen darf, egal ob du eine mehrtägige Trekkingtour machst, bushcraften gehst oder einfach nur so die Nacht Draußen verbringen willst?

Die Rede ist hier natürlich von einer Taschenlampe, aber nicht von irgendwelchen Haushalts-Taschenlampen aus Plastik, sondern es geht um die taktischen Taschenlampen.

Dabei haben Taschenlampen für die meisten Menschen keinen sonderlich hohen Stellenwert. Man braucht sie halt mal, um im Kofferraum irgendwas zu suchen, in dunkle Ecken zu leuchten oder wenn man im Winter bei Dunkelheit mit dem Hund rum latscht. Taktische Taschenlampen können aber deutlich mehr und sind den üblichen Funzeln mehr als überlegen.

Für mich gehören taktische Taschenlampen auf jeden Fall zu den vielfältigsten EDC Tools und warum das so ist, das will ich dir in diesem Artikel zeigen. Ich würde sogar noch weiter gehen und behaupten, dass eine gute taktische Taschenlampe in jeden Haushalt gehört.

Die besten taktischen Taschenlampen

Die beste taktische Taschenlampe zu empfehlen ist gar nicht so einfach. Es gibt einfach eine sehr große Zahl an verschieden Taschenlampen und Herstellern. Für den einen fühlt sich eine 30 Euro Taschenlampe besser an als eine 200 Euro High Tech Taschenlampe. Den großen taktische Taschenlampen Test gab es leider auch noch nicht, wobei das eine oder andere Magazin trotzdem schon mal genauer hingeschaut hat.

Ob dir meine Empfehlungen gefallen, oder du dich am Ende für ein ganz anderes Modell entscheidest, liegt voll und ganz bei dir. Ich empfehle wie immer eine runde Kombination aus Geräten, die entweder in Tests gut abgeschnitten haben, Testsieger wurden oder die mich persönlich überzeugt haben.

Fenix PD35 Tac

Die Fenix PD35 Tac bietet eine Vielzahl verschiedener Modi die sich bequem wählen lassen. Mit der maximalen Leuchtkraft von 1000 Lumen lässt sich schon eine Menge anstellen. Die maximale Leistung wird man wohl trotzdem nur selten brauchen und in den niedrigeren Modi reicht die Ausleuchtung immer noch und die Haltbarkeit der Akkus erhöht sich deutlich. Alles in Allem der ideale Allrounder.

ThruNite TN12 Pro

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Die ThruNite TN12 Pro kann mit ihren 1900 Lumen gefühlt den halben Wald ausleuchten. Was aber wirklich toll ist, das ist der Firefly Modus in dem die Lampe mit gerade einmal 0,5 Lumen betrieben werden kann. Die Lichtausbeute ist dann nicht viel mehr als das Licht des Mondes, aber um Nachts etwas zu suchen oder noch ein paar Seiten zu lesen ohne zu viele Blicke auf sich zu ziehen ist es perfekt.

Ledlenser TT

Die hochwertige und massive Verarbeitung sprechen schon sehr für die Lenser TT, die Leuchtkraft die diese vermeintlich kleine Taschenlampe entfesselt ist aber noch besser. Die TT macht ein wirklich schönes Lichtbild und leuchtet trotz seiner weniger Lumen sehr weit und vor allem auch hell.

Klarus XT11GT

Die Klarus XT11GT ist eine in China produzierte taktische Taschenlampe, die jedem die Tränen in die Augen treiben kann und das liegt an ihren satten 2000 Lumen. Besonders praktisch ist der eingebaute Mikro-USB-Anschluss, der es möglich macht, die Lampe am Zigarettenanzünder zu laden.

Quellen u.A.: Tactical Gear 05/2014

LED Taschenlampe vs. taktische Taschenlampe

Alleine die Entwicklung der beiden Taschenlampenarten ist ziemlich unterschiedlich. Das erklärt auch schon zum Teil, warum sie sich so sehr voneinander unterscheiden.

Taktische Taschenlampen wurden entwickelt, um mit einer Feuerwaffe zusammen genutzt zu werden. Sie sollten den Träger dabei unterstützen Ziele bei begrenztem Licht zu identifizieren, ohne dabei eine separate Taschenlampe in der anderen Hand führen zu müssen. So wurde es möglich gleichzeitig zu zielen und zu beleuchten. Diesem Umstand verdankt die taktische Taschenlampe drei wichtige Vorteile.

  • Sie ist deutlich leichter und kleiner konstruiert als große und klobige Stabtaschenlampen
  • Bedingt durch ihr Einsatzgebiet sind sie deutlich stabiler und verwendet hochwertigere Materialien
  • Der Lichtstrahl der taktischen Taschenlampe ist deutlich konzentrierter um eventuelle Ziele zu blenden

Sie können aber noch einiges mehr. Taktische Taschenlampen bieten unterschiedlich stark gedimmte Modi oder sogar Rotfilter, um bei militärischen Einsätzen zu verhindern, dass der Träger entdeckt wird. Einige Modelle können mit Infrarot-Filtern betrieben werden, um dann mit Nachtsicht-Equipment genutzt zu werden.

Viele der Punkte sind für uns in Deutschland aber nicht wirklich relevant, denn nur die wenigsten von uns führen eine Waffe oder nehmen an nächtlichen militärischen Trainings statt.

Warum behaupte ich also, dass eine taktische Taschenlampe in jeden Haushalt gehört? Das will ich dir verraten.

6 Einsatzmöglichkeiten

Einer der Hauptgründe, der für die Anschaffung einer taktischen Taschenlampe spricht, sie lassen sich super zur Selbstverteidigung einsetzen und gelten dabei nicht als Waffen. Anders als z.B. bei Taschenmesser oder Pfefferspray bekommst du also keine Probleme mit einer Taschenlampe, wenn du mal kontrolliert wirst, du am Flughafen bist oder sie im Auto mitführst.

Deswegen ist mein Punkt Numero Uno ganz klar die Selbstverteidigung. Es gibt Taschenlampen die eine Art Taser verbaut haben und mit der man starke Stromstöße austeilen kann. Diese Taschenlampen sind per Gesetz verboten, also aufpassen.

Zur Selbstverteidigung

Eine große Stabtaschenlampe könnte man einem Angreifer sicher auch über den Kopf ziehen, aber die deutlich kleineren und leichteren taktischen Taschenlampen sind da die bessere Variante. Der wohl wichtigste Punkt ist, praktische jede taktische Lampe hat die Möglichkeit, den Lichtstrahl so stark zu fokussieren, dass er einen Angreifer blenden kann.

Besonders nachts oder in dunkleren Parkhäusern kann das starke und konzentrierte Licht der Taschenlampe einen Angreifer so blenden und für kurze Zeit orientierungslos machen, dass du flüchten kannst. Tatsächlich sind kleine Taschenlampen mit viel Lumen eines der meist empfohlenen Mittel zur Selbstverteidigung.

Noch einfacher wird es, wenn deine taktische Taschenlampe einen Stroboskop-Modus hat. Das heftige Flackern und das starke Licht können zu Benommenheit, Schwindel und Orientierungslosigkeit führen. Bezeichnet wird dieser Effekt Flicker Vertigo oder auch Bucha-Effekt.

Ausleuchten dunkler Ecken und Wege

Taktische Taschenlampen gibt es in sehr kleinen Ausführungen, sodass sie super in jede Handtasche oder jeden Rucksack passen. Das ist natürlich auch der Grund, warum sie auf den meisten EDC-Listen zu finden sind. Du kannst sie einfach immer dabei haben, und wenn du dann nachts unterwegs bist und dich unwohl fühlst oder ein besonders dunkles Wegstück bewältigen musst, dann hast du deine Taschenlampe sofort in der Hand. Mit einem fokussierten Beam kannst du sogar sehr weite Strecken ausleuchten und so sicheren Fußes dein Ziel erreichen.

Mit dem Hund im Wald

Wenn man wie, ich viel mit seinen Hunden im Wald unterwegs ist, dann ist man gerade in den dunklen Monaten auf eine gute Taschenlampe angewiesen. Durch ihre starken LEDs können diese Taschenlampen einen Waldweg auf sehr hohe Entfernung ausleuchten und man muss sich nicht von Tieren überraschen lassen.

Dazu kommt, dass sich alle bei dem Punkt Selbstverteidigung beschriebenen Faktoren auch auf tierische Angreifer anwenden lassen. Das starke Licht oder sogar das Stroboskop lassen sich einsetzen, um aufgeschreckte Tiere zu verscheuchen oder orientierungslos zu machen. Mir ist sowas noch nie passiert, aber es ist immer gut zu wissen, dass man sich im Ernstfall helfen könnte.

Oft genug reicht übrigens der normale Einsatz der Lampe, um Tiere die sich in der Nähe aufhalten zu verscheuchen, wenn sie dich nicht sowieso schon gehört oder gerochen haben und eh verschwunden sind.

Als Schlaghammer

Ein wichtiges Merkmal einer taktischen Taschenlampe ist die hohe Lebensdauer in Verbindung mit der robusten Bauweise. Das bedeutet, dass die Lampe in einer Gefahrensituation auch gerne als Schlaginstrument und Hammerersatz eingesetzt werden kann.

Einige Modelle haben z.B. gezackte Kanten um es einfacher zumachen eine Scheibe einzuschlagen. Im Notfall bekommt man eine Autoscheibe aber mit jeder taktischen Taschenlampe kaputt (solange man hart genug zuschlägt) und das völlig unabhängig davon, ob man sich aus einem Auto heraus retten will oder in das Auto gelangen will, um jemanden zu retten. Deswegen ist es enorm praktisch so eine kleine und robuste Taschenlampe im Auto liegen zu haben.

Bei Stromausfall

Eigentlich logisch oder? Bei einem Stromausfall ist es immer eine gute Idee eine Taschenlampe im Haus zu haben, um sich nicht alle Knochen zu brechen, wenn man im dunklen versucht die Treppe zu Keller zu bewältigen.

Wenn du deine Taschenlampe nicht als EDC immer dabei hast, sondern in der Schublade der Flurkommode lagerst, dann solltest du alle paar Monate mal checken ob sie noch funktioniert und im Zweifel die Batterien erneuern. Sonst hilft sie dir wenig, wenn der Strom mal ausfällt.

Als Notsignal oder SOS

Es geht zwar kein Mensch davon aus, aber wenn du dich dann doch in einer Notsituation befindest und du es nicht schaffst z.B. vorbeifahrende Autos durch rufen und winken auf dich aufmerksam zu machen, dann ist eine taktische Taschenlampe, mit ordentlich Lumen ein gutes Mittel, um die Aufmerksamkeit auf dich zu lenken.

Besonders in der Nacht oder in der Dämmerung ist sie besonders effektiv. Im Wald kannst du aber auch über Tag Signale damit geben. Falls du morsen kannst, geht das logischerweise auch mit so einer Taschenlampe.

Was muss so eine Funzel können?

Für mich gibt es ein paar wichtige Punkte, die eine taktische Taschenlampe erfüllen muss, damit es überhaupt Sinn macht sie zu kaufen.

Besonders wichtig sind da z.B. eine hohe Leistung und gute Ausleuchtung, aber auch die Qualität und Belastbarkeit muss passen, sonst könnte ich mir auch einfach irgendeine Taschenlampe kaufen.

Hier die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Gute Ausleuchtung
  • Stufenloser Focus
  • Gute Lichtabgabe über einen langen Zeitraum
  • Gute Lichtqualität
  • Wasserdicht
  • Robust und stoßfest

Eine eher persönliche Präferenz ist die Größe der Taschenlampe, denn taktische Taschenlampen gibt es in sehr unterschiedlichen Größen. Von super kompakt für die Handtasche bis groß genug um als Hammer eingesetzt werden zu können ist alles dabei.

Ein wichtiger Unterscheidungspunkt, der oft auch nur eine Frage des persönlichen Geschmacks ist, betrifft die Position des An-Aus-Schalters. Es gibt Taschenlampen, die haben den An-Aus-Schalter am Boden der Taschenlampe verbaut und können bedient werden wie ein Kugelschreiber. Die Alternative dazu ist ein Knopf auf der Oberseite, was ich z.B. von der Handhabung etwas schwieriger finde.

Unabhängig von der Position des Schalters gibt es Taschenlampen, die auch dann schon zu leuchten beginnen, wenn du den Knopf nur leicht eindrückst. Das ist sehr komfortable, wenn man nur für sehr kurze Momente Licht braucht und den Knopf dann nicht jedes Mal komplett durchdrücken muss.

Ein letzter Punkt, der immer gerne übersehen wird , sind die Batterien bzw. Akkus, die du für die Taschenlampe brauchst. Ich nutze nur Taschenlampen die entweder mit AAA oder AA Batterien betrieben werden können. Der Grund dafür ist einfach, es gibt sie überall zu kaufen und ich muss nicht erst die halbe Stadt auf den Kopf stellen. Diese Batterietypen wären im Notfall in vielen anderen Geräten zu finden, das ist auch nicht unpraktisch.

Fazit

Taktische Taschenlampen sind den weitverbreiteten, haushaltsüblichen LED-Taschenlampen in vielerlei Hinsicht überlegen. Sie bieten eine bessere Ausleuchtung, sind robuster und können im Fall der Fälle als Nothammer oder zur Selbstverteidigung benutzt werden.

Viel Geld muss man nicht ausgeben, um eine brauchbare taktische Taschenlampe zu bekommen, kann man aber, wenn man will.

Auch wenn taktische Taschenlampen theoretisch als Waffe zur Selbstverteidigung genutzt werden können sind sie nicht verboten, außer es ist ein Taser oder eine Art verstecktes Messer mit verbaut, dann fallen sie unter das Waffengesetz und sind verboten.

Nützlich sind die taktischen Taschenlampen aufgrund ihrer Größe und flexiblen Handhabung eigentlich für jeden, vom Hundehalter der im dunklen Park unterwegs ist bis zum Autobesitzer, dem dauernd irgendetwas unter den Sitz fällt und falls es mal zu einem längeren Stromausfall kommt, ist es allemal gut eine Taschenlampe im Haus zu haben.